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 Flugkörperschnellboote der 148 Tiger-Klasse
 

P6141 S41 Tiger, das Typboot der Klasse



 Daten 
 
Die Tiger-Klasse (148) war eine Klasse von Flugkörperschnellbooten der Deutschen Marine , die von 1972 bis 2002 im Dienst standen. 

Sie wurden in Frankreich  auf Grundlage von Entwürfen der deutschen Lürsenwerft Bremen  entwickelt. Daraus entstand eine Familie von Bootsklassen, die als La Combattante bekannt und erfolgreich exportiert wurde. 

Die Entsprechung der deutschen Boote war dabei die "La Combattante II Klasse". Die 20 für die Bundesmarine beschafften Boote wurden teilweise von der Lürssenwerft gefertigt.

Als Plattform für vier Seezielflugkörper und mit erheblich ausgeweiteter elektronischer Kapazität übertrafen sie ihre Vorgänger in der Verdrängung um etwa ein Drittel. Die Boote der Tiger-Klasse waren die einzigen deutschen Schnellboote mit Metallrümpfen.

Der Antrieb der deutschen Boote erfolgte durch vier MTU-Turbodieselmotoren auf vier Wellen. Zur Stromerzeugung wurden drei MWM 232 V8-Diesel-Drehstrom-Generatoren mit je 88 kW installiert.

Die Hauptwaffen waren die vier Flugkörper auf dem Achterdeck sowie ein 76-mm-Geschützturm auf dem Vordeck und eine 40-mm-Flak am Heck. Die Raketen waren in zwei Doppelstartern aufgestellt, die jeweils schräg nach Backbord (link) und Steuerbord (recht) voraus gerichtet waren. Die Tiger-Klasse war mit verschiedenen Radar-und Feuerleitanlagen und dem automatisierten LINK 11-Datenfunksystem zur schnellen Lagebildübermittlung ausgestattet. Zum Eigenschutz standen elektronische Störmaßnahmen, Radarscheinziele und Infrarot-Täuschkörper zur Verfügung. Minenschienen auf dem Achterdeck auf beiden Seiten.

verschiedene Grundminen scharfe Ankertaumine Übungs-Ankertaumine
PIZ Marine - Schnitt durch den MM38 Exocet Flugkörper

 

Klasse 148
Typ Flugkörper Schnellboot
Typboot S 41 Tiger
Einheiten 20 für die Bundesmarine
Technische Daten
Verdrängung 265 Tonnen
Länge 47 Meter
Breite 7 Meter
Tiefgang 2,7 Meter
Geschwindigkeit: 38 Knoten
Besatzung 30
Antrieb 4 ×MTU MD 16V 538 TB90 Dieselmotoren
4 Propeller
Leistung 10.690 KW /
14.400 PS (4 × 3.600 PS)
Reichweite 570 Seemeilen mit 30 kn,
1600 Seemeilen mit 15 kn
Bewaffnung
  • 4 × Seezielflugkürper MM 38 Exocet
  • 1 × 76 mm/62 compact OTO Melara Geschütz
  • 1 × 40 mm L/70 Bofors Flak

optional:

  • Minenlegevorrichtung (bis 8 Minen)
Elektronik
  • Triton G Seeraumüberwachungsradar
  • Castor-148 Feuerleitradar
  • SMA 3RM 20 Navigationsradar
  • Radar-, Führungs- und Waffenleitsystem PALIS
  • Link 11 Datenfunksystem
 

Quellen: Bundesarchiv, Beständeübersicht im Bundesarchiv, offizielle Seite der Deutschen Marine. Eigene Bordaufzeichnungen / Bild:P6141 (c) PIZ Marine

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