|
Die Tiger-Klasse (148) war eine Klasse von Flugkörperschnellbooten der
Deutschen Marine , die von 1972 bis 2002 im Dienst standen.
Sie wurden in Frankreich auf Grundlage von Entwürfen der deutschen Lürsenwerft
Bremen entwickelt. Daraus entstand eine Familie von Bootsklassen, die als La
Combattante bekannt und erfolgreich exportiert wurde.
Die Entsprechung der deutschen Boote war dabei die "La Combattante II
Klasse". Die 20 für die Bundesmarine beschafften Boote wurden teilweise
von der Lürssenwerft gefertigt.
Als Plattform für vier Seezielflugkörper und mit erheblich
ausgeweiteter elektronischer Kapazität übertrafen sie ihre Vorgänger in der
Verdrängung um etwa ein Drittel. Die Boote der Tiger-Klasse waren die einzigen
deutschen Schnellboote mit Metallrümpfen.
Der Antrieb der deutschen Boote erfolgte durch vier
MTU-Turbodieselmotoren auf vier Wellen. Zur Stromerzeugung wurden drei MWM 232
V8-Diesel-Drehstrom-Generatoren mit je 88 kW installiert.
Die Hauptwaffen waren die vier Flugkörper auf dem Achterdeck
sowie ein 76-mm-Geschützturm auf dem Vordeck und eine 40-mm-Flak am Heck. Die
Raketen waren in zwei Doppelstartern aufgestellt, die jeweils schräg nach
Backbord (link) und Steuerbord (recht) voraus gerichtet waren. Die Tiger-Klasse
war mit verschiedenen Radar-und Feuerleitanlagen und dem automatisierten LINK
11-Datenfunksystem zur schnellen Lagebildübermittlung ausgestattet. Zum
Eigenschutz standen elektronische Störmaßnahmen, Radarscheinziele und
Infrarot-Täuschkörper zur Verfügung. Minenschienen auf dem Achterdeck auf
beiden Seiten.
|

|

|

|
| verschiedene
Grundminen |
scharfe
Ankertaumine |
Übungs-Ankertaumine |
|
|
|
 |
| PIZ
Marine - Schnitt
durch den MM38 Exocet Flugkörper |
| Klasse |
148 |
| Typ |
Flugkörper
Schnellboot |
| Typboot |
S 41 Tiger |
| Einheiten |
20 für die Bundesmarine |
| Technische Daten |
| Verdrängung |
265 Tonnen |
| Länge |
47 Meter |
| Breite |
7 Meter |
| Tiefgang |
2,7 Meter |
| Geschwindigkeit: |
38 Knoten |
| Besatzung |
30 |
| Antrieb |
4 ×MTU MD 16V 538 TB90
Dieselmotoren
4 Propeller |
| Leistung |
10.690 KW /
14.400 PS (4 × 3.600 PS) |
| Reichweite |
570 Seemeilen mit 30 kn,
1600 Seemeilen mit 15 kn |
| Bewaffnung |
- 4 × Seezielflugkürper MM 38 Exocet
- 1 × 76 mm/62 compact OTO Melara Geschütz
- 1 × 40 mm L/70 Bofors Flak
optional:
- Minenlegevorrichtung (bis 8 Minen)
|
| Elektronik |
- Triton G Seeraumüberwachungsradar
- Castor-148 Feuerleitradar
- SMA 3RM 20 Navigationsradar
- Radar-, Führungs- und Waffenleitsystem PALIS
- Link 11 Datenfunksystem
|
|