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 Urkunden und Auszeichnungen für Angehörige der 5.Schnellbootflottille

Geschwader Tradition 
 

5.Schnellbootflottille dem Traditionsvorgänger des 5.Schnellbootgeschwaders

Flottillenchefs der 5.Schnellbootflottille

Kptlt. Bernd Klug
07.1941 - 06.1944

Kptlt. Kurt Johannsen
06.1944 - 07.1944

Kptlt. Hermann Holzapfel
07.1944 - 05.1945

 

Die 5.Schnellbootflottille wurde am 15. Juli 1941 als eine von insgesamt 14 S-Boot-Flottillen der Kriegsmarine aufgestellt.

Während aller zur Verfügung stehenden Einheiten der Kriegsmarine zum Angriff auf die Sowjetunion (Unternehmen Barbarossa) zusammengezogen wurden, führte die 5.Schnellbootflottille ihre begonnene Ausbildung in der mittleren Ostsee fort. Gestützt auf Swinemünde-Eichstaden, lief die Flottille unter ihrem ersten Chef, Kptlt. Klug zur See-Ausbildung in der Pommerschen Bucht aus.

Die Flottille bestand zu dieser Zeit aus den alten S-Booten des Typs "S 7" . Bei 32,5 Meter Länge und 92 Tonnen Einsatzverdrängung erreichten die Boote eine Geschwindigkeit von ca. 35 Knoten. Bewaffnet waren sie mit zwei Torpedorohren und einer 2-cm Flak.

 
S28 - das Boot des OLtzS  Künzel
 
Zeichnung :Schnellboot der Typ-Klasse "S7"

Nach Abschluss der Ausbildung verlegte die Flottille Anfang Juli 1942 nach Cherbourg in Frankreich. Sie bestand jetzt aus acht Booten des größeren Typs "S 38". Wie alle deutschen Schnellboote die von der Lürssen-Werft entworfen, liefen diese Boote ca. 39 Knoten Geschwindigkeit.

Zeichnung :Schnellboot der Typ-Klasse "S38"

Von Cherbourg aus wurde die 5.Schnellbootflottille in den folgenden beiden Jahren gegen alliierte Küstengeleitzüge und bei der Verminung der Küstengewässer eingesetzt. So gelang ihr im November 1942 de Versenkung von 4 britischen Frachtern und im Januar 1944 sogar die Vernichtung von 7 Dampfern mit zusammen ca. 7500 BRT. Während dieser Zeit wurden die Boote zur Abwehr der immer stärker werdenden Bedrohung durch britische Flugzeuge und Motor-Gun-Boats zunehmend mit Flak und leichter Panzerung ausgerüstet. Einige S-Boote Warngeräte gegen Radar-Ortung

Am 6.Juni 1944 begann die alliierte Invasion in der Normandie und die 5.Schnellbootflottille wurde zusammen mit anderen S-Bootflottillen gegen die Landungsflotte eingesetzt. Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren stieg die Verlustrate jetzt stark an.

stellvertretend für alle gefallenen Kameraden

Die der Flottille verbliebenen 5 Boote wurden bald nach Le Havre befohle, nach Durchbruch durch die Invasionskette, wo sie am Morgen  des 15. Juni 1944 im Hafen  bei einem Luftangriff zerstört wurden. S112 blieb wegen Drucklagerschaden der Wellenanlage in Cherbourg und verlegte später mit Teilen der 9.S-Fl. nach Saint Malo, und hat das Kriegsende in der Festung SW-Frankreich mit der Besatzung überlebt. Kommandant S112 war Obersteuermann Deppe. Mit der  Vernichtung der 5.Schnellbootflottille fiel auch der neue Flottillenchef Kptlt. Johannsen.

Die überlebenden Besatzungen wurden bald darauf nach Deutschland zurückgeführt, wo sie nach der Neuaufstellung der 5.Schnellbootflottille am 03.06.1944, nur die Schulboote der Schnellboots-Schulflottille in Swinemünde übernahmen. Mit diesen abgefahrenen Booten und vielen unerfahrenen Besatzungsmitgliedern verlegte die Flottille nach zweiwöchiger Ausbildung unter Führung von Kplt. Holzapfel in den finnischen Meerbusen. Dabei wurden sie von ihrem Begleitschiff "Herman von Wissmann" begleitet. Das Begleitschiff wurde unfertig in Holland beschlagnahmt und von der Kriegsmarine fertig gebaut. Es ist nach dem Krieg noch lange Jahre unter polnischer Flagge gefahren.


Begleitschiff "Herman von Wissmann"

Aus den finnischen Schären liefen die Boote trotz unzulänglicher Bewaffnung zu Deckungsoperationen für die eigenen Minen- und Torpedoboote aus. Später wurden sie auch zu offensiven Minenlegeaufgaben eingesetzt.  

Im Dezember 1944 erforderte es die Lage jedoch eine Verstärkung der S-Bootwaffe im Englischen Kanal, so verlegte die 5.Schnellbootflottille nach Übernahme von 10 neuen modernen Booten nach Den Helder in den Niederlanden. Von hier aus fuhr die Flottille wieder Angriffe  auf den alliierten Versorgungsverkehr und verminte die britischen Flussmündungen.  Auf diesen Minen sanken später zwei Frachter, zwei weitere wurden beschädigt. Die eigenen Verluste blieben durch die Ausrüstung der Boote mit zusätzlicher Flak  und Radargeräten relativ gering. 

Bevor die Versorgungslage in Holland zur Rückverlegung der S-Flottille zwang, erzielten die Boote am 21. und 22. Februar 1945 ihren letzten Erfolg mit der Versenkung von zwei Frachtern mit zusammen 3800 BRT.

In der Ostsee operierten die Boote nun gegen sowjetische Bewacher. Am 6.Mai 1945 lief die Flottille zum letzten Mal aus ihrem Einsatzhafen Rönne auf Bornholm aus. Unter ständigen sowjetischen Luftangriffen gelang es den Booten, Teile der eingeschlossenen Kurlandarmee über die Ostsee nach Flensburg  zu bringen.

Dort erlebten sie am 9 Mai 1945 die Bedingungslose Kapitulation. Nach Gefangennahme der Besatzungen wurden die verbliebenen Boote unter den Alliierten als Kriegsbeute aufgeteilt.



 Quellen 
 
Quellen : Bundesarchiv, Haberland, Hendrik Killi: Zeichnung Texte und Die Schnellboote der Bundesmarine. Verlag Mittler & Sohn, Hamburg, Berlin, Bonn, 5.SG-Geschwaderinformationen. Bilder der Flottillenchefs: Württembergische Landesbibliothek, Bild S28: Archiv Förderverein Museums-Schnellboot, Zeichnung Typ 38 Haberland, Bilder :Schnellboote der 5.Flottille und Begleitschiff "Herman von Wissmann" : Fotograf unbekannt die Quelle konnte leider nicht ermittelt werden . Fehler wurden von Prof. Dipl.-Ing W.Scheel ehemaliger Angehöriger 5.S-Flottile behoben.

 


                                                                                                                        .:  :. 
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