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Die Aufgaben
Operationen in Küstengewässern und Randmeeren erfordern
kleinere und bewegliche Einheiten. Dafür eignen sich die
Schnellboote der Marine mit ihren Flugkörpern, Torpedos,
Minen und Geschützen sowie modernsten Führungssystemen.
Das Geschwader Wappen
Der Lübsche Adler in der Hälfte
des Geschwaderwappens nimmt Bezug auf den
Stationierungsort Neustadt/Holst. in der Lübecker Bucht . Die andere Hälfte
des Wappens zeigt das rote, achtspitzige Kreuz
des Templerordens auf weißem Grund, es weist auf Tapferkeit
und ritterliche Tugenden hin
Wir gedenken den im Dienst ums Leben gekommenen Kameraden
Die Geschichte des
5.Schnellbootgeschwader
Mit Aufstellungsbefehl Nr. 94 der Marine vom 16. September 1959
wurde am 1. Oktober 1959 in Neustadt in Holstein das 5.
Schnellbootgeschwader aufgestellt.
Ab 1. Februar 1968 verlegte
der Verband nach Olpenitz. Ihm gehörten zehn Boote der Klasse
140 sowie der Tender MAIN an. Der Tender verließ am 26.
November 1993 den Heimathafen, um durch einen neuen Tender der
Klasse 404 ersetzt zu werden, er versorgte die Boote mit
Kraftstoff, Wasser, Lebensmitteln und Munition. Ende 1961 wurde
das Geschwader der NATO unterstellt. Der Routinedienst des 5.
Schnellbootgeschwaders bestand aus Einzel- und
Verbandsausbildung, Teilnahme an nationalen und NATO-Manövern
sowie an Auslandsreisen und planmäßigen Werftaufenthalten.
Während der Auslandsreisen wurden Häfen in Belgien,
Großbritannien, Frankreich, Norwegen, Schweden und Spanien
angelaufen.
Zuvor
wurden die Boote WEIHE, PINGUIN, REIHER und KRANICH an das
3. Schnellbootgeschwader in Flensburg abgegeben. Zum
Ausgleich erhielt das 5. Schnellbootgeschwader die Boote
TIGER, ILTIS, WOLF und LÖWE vom 3. Geschwader.
Am 1. November 1971 gab es mit der Umstellung auf
die neuen Schnellboote der Klasse 148 einen wesentlichen
Einschnitt in der Geschwadergeschichte.
Als
erste Träger von Lenkflugkörpern (LFK) liefen zwischen 1973
und 1975 die Boote der TIGER-Klasse (KI.148) mit dem Flugkörper
Typ MM 38 EXOCET als Hauptbewaffnung für das 3. und 5.SGschw
zu. Moderne Ortungs- und Feuerleitanlagen sowie eine effektivere
Flugabwehr mit dem 76mm-Geschütz OTO MELARA ergänzten die Ausrüstung
dieser Einheiten.
Der Ankauf
von zwanzig Booten des Typs LA COMBATTANTE II und die
Verteilung von jeweils zehn Booten auf die Geschwader 3 und
5 sowie die Einführung des Flugkörper-Waffensystems wurde
bereits oben beschrieben. Wegen einer schweren Kollision
zwischen den Booten DOMMEL und ELSTER wurde die DOMMEL
bereits am 22. März 1974 als erstes Boot im 5.
Schnellbootgeschwader außer Dienst gestellt. Mit dem Boot LÖWE
verließ am 25. April 1975 das letzte Boot der Klasse 140
das Geschwader.
Der Zulauf der Boote des neuen Typs 148
begann am 12. Juni 1974 mit der Indienststellung von S 51.
1982 begann die Umrüstung auf das rechnergestützte Führungssystem
Palis (Pro Audio and Lighting Internet Sales /
PassivAktivLinkSystem). Ab 1990
erhielten alle Einheiten die neue Feuerleitanlage Castor,
welche die Geräteversion Pollux ablöste. Außerdem wurde
das neue, leistungsfähigere See- und Luftraumüberwachungsradar
Trition G eingebaut. Mit dem Aufstellungsbefehl Nr. 221 der Marine vom 9. April 1990
wurde zum 1. Juli 1990 die Einrichtung einer Systemunterstützungsgruppe
als selbständige Einheit des 5. Schnellbootgeschwaders
befohlen, die mit Wirkung vom 31. Dezember 2002 außer
Dienst gestellt wurde (Organisations-Änderungsweisung Nr.
1/02 -Marine- vom 4. März 2002). Das Geschwader wurde im Dezember 2002 aufgelöst.
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